01.04.2010 11:57 von Hans-Joachim Hirling
Informationsbesuch von Dr. Stephan Harbarth MdB
Sinsheim. Durch das verheerende Erdbeben in Haiti sind die Auslandsaktivitäten der deutschen und internationalen Hilfswerke der Öffentlichkeit wieder deutlich vor Augen geführt worden. Dem Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Harbarth war es daher ein großes Anliegen, die Verantwortlichen des Technischen Hilfswerks in seinem Wahlkreis persönlich kennenzulernen und sich vor Ort ein Bild von der Ausbildung und täglichen Arbeit zu machen.
Der Geschäftsführer des Bereichs Mannheims, Markus
Jaugitz, konnte Harbarth in der Sinsheimer Unterkunft des THW begrüßen.
"In Ihrem Wahlkreis", so Jaugitz, "gibt es vier Ortsverbände:
Eberbach, Neckargemünd, Wiesloch-Walldorf und Sinsheim." Das THW, welches
dem Geschäftsbereich des Bundesinnenministers unterstellt ist, habe momentan
einen jährlichen Haushalt von 170 Millionen Euro. Über 80.000 Helferinnen und
Helfer gebe es deutschlandweit, davon ungefähr 1300 im Geschäftsraum Mannheim.
Jaugitz ging auf die Grundlagen der THW-Ausbildung, auf Einsatzmuster, auf
Kooperationen mit Feuerwehr und Polizei sowie auf einige Zukunftssorgen ein.
Zum Beispiel sei der Fuhrpark mit durchschnittlich 27 Jahren in
Baden-Württemberg so alt wie sonst in keinem anderen Landesverband. Hier müsse
maßvoll erneuert werden.
Andreas Grauli, designierter Leiter des Sinsheimer THW-Standortes, berichtete
mit anschaulichen Bildern von seinem vierwöchigen Einsatz in Haiti. Nach dem
Erdbeben habe er mit seinen Kollegen die Aufgabe verfolgt, ein Camp zu
errichten und eine saubere Wasserversorgung herzustellen. Das Camp diente dann
wiederum als Basiszentrum für alle deutschen und viele internationale
Hilfswerke zur Koordination der Einsätze. Deutlich hob Grauli auch das
Engagement der kanadischen Armee hervor, die mit großem Einsatz sowohl das THW
als auch einheimische und eigene Projekte unterstützt habe.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete dankte in der anschließenden Diskussionsrunde für
die Einblicke und Informationen aus erster Hand. Mit dem Geschäftsführer Markus
Jaugitz vereinbarte er einen stetigen Kontakt und Austausch über die Arbeit,
anstehende Projekte, aber auch Sorgen und Wünsche des THWs in seinem Wahlkreis.
"Sie setzen bei Einsätzen in Haiti, aber auch bei vielen Einsätzen hier
bei uns zu Hause Ihr Leben und Ihre Gesundheit aufs Spiel", so Harbarth,
"Ihnen gebührt großer Dank. Sie sind durch Ihre Tätigkeit eine wichtige
Säule und Stütze unserer Gesellschaft." (bs/mb)
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung
http://www.stephan-harbarth.de/index.php/presse/presse-2010/373-thw-sinsheim-qim-notfall-sind-wir-da